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Dionysoskult

Dionysos, auch Bakchos, griechischer Vegetationsgott; im Mythos Sohn des Zeus und der Semele; Gott der Baumzucht und des Weins; Verehrung auch als Fruchtbarkeitsgott. In Dichtung und Kunst erscheint Dionysos in Tiergestalt (als Bock oder Stier). Sein Gefolge aus Naturdämonen wie Nymphen, Satyrn und Silenen und in Ekstase versetzten Anhängerinnen (Mänaden oder Bakchantinnen), umschwärmt ihn in orgiastischem Taumel in der Absicht, den Zustand des Enthusiasmos (des Gottes voll) zu erreichen.

Einen wahren Kult rund um den Wein trieben die alten Griechen rund um ihren Weingott Dionysos. Unterstellt wird dem Gott des Weines gar, er habe den terpentinartigen Retsina erfunden und würde, wenn er heute makedonischen Harzwein trinken könnte, ewig in dieser Gegend bleiben. Ursprünglich galt Dionysos als Gott der Pflanzenwelt und der Fruchtbarkeit. Mit der Kolonialisierung Unteritaliens erlebte der Zeussohn seinen Aufstieg zum Weingott, der sehr viele Anhänger hatte und in das griechische Pantheon aufgenommen wurde.

Zu Ehren ihres Gottes veranstalteten die Griechen vornehme Symposien («Zusammentrinken»), die aber nichts anderes als fröhliche Trinkgelage waren, bei denen die Regel galt: «Den Wein vertragen, aber die Trunkenheit verbergen.» Dionysos liess nicht nur in der Mythologie den Rebstock seinem Herzen entspriessen, sondern unternahm auch wirr anmutende Kriegszüge, liebte die Ausschweifungen mit jungen Damen, heiratete aber schliesslich Ariadne auf Naxos. Das Volk folgte dem Beispiel seines Gottes offenbar gern, wie Euripides (484-406 v.Chr.) verriet: «Beim Wein, da werden alle Geister wach, da schliessen sich der Frauen Reize voller auf, Umarmungen, Drücke, Küsse folgen, und ich weiss nicht was…»

Der Wein war gleichzeitig Rauschmittel und - bei Hippokrates - Heilmittel. Der grosse Arzt des Altertums empfahl Wein zur Behandlung von Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen, Ischias und Wassersucht. Auch als Griechenland unter römische Herrschaft kam, mussten seine Einwohner nicht um ihren täglichen Wein fürchten. Aufs Trockene gesetzt wurden sie erst durch die Herrschaft der osmanischen Türken ab 1453.



Dionysos Dionysos, auch Bakchos, griechischer Vegetationsgott; im Mythos Sohn des Zeus und der Semele; Gott der Baumzucht und des Weins; Verehrung auch als Fruchtbarkeitsgott. In Dichtung und Kunst erscheint Dionysos in Tiergestalt (als Bock oder Stier). Sein Gefolge aus Naturdämonen wie Nymphen, Satyrn und Silenen und in Ekstase versetzten Anhängerinnen (Mänaden oder Bakchantinnen), umschwärmt ihn in orgiastischem Taumel in der Absicht, den Zustand des Enthusiasmos (des Gottes voll) zu erreichen.



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