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Italien - Essen und Trinken

In Italien gedeiht eine Fülle der verschiedensten Früchte, Gemüsesorten, Kräuter und Gewürze. Zusammen mit dem vielfältigen Angebot von Fleisch und Fisch bilden sie die Grundlage für die viel gerühmte italienische Küche.

Jede Region weist, in Abhängigkeit der lokalen Anbauprodukte, ihre eigenen Speisen und Gerichte auf. Die Emilia-Romagna zeichnet sich durch ihre äusserst nahrhafte Küche aus. In Bologna, woher so viele Gerichtealla bolognese stammen, ist herzhaftes Essen angesagt mit Knoblauchwürsten, gefülltem Teig, in Milch eingelegtem Kalbfleisch, Tortellini und fettem Aal. Florentinische Speisen dagegen sind leichter, und die Piemonteser Küche ist stark vom benachbarten Frankreich und der Schweiz beeinflusst. Einige regionale Spezialitäten wierisotto alla milanese (Safran-Reis) sind ausserhalb Italiens sehr bekannt geworden, weniger bekannt sind so aussergewöhnliche Genüsse wiecardi in bagna, ein Gericht mit essbaren Disteln in einer heissen Sosse aus Butter, Öl, Sardellen, Sahne und Knoblauch.

Weizenmehl-Pasta (Teig) und Olivenöl sind die Hauptbestandteile von süditalienischen Speisen. Der Norden eignet sich hingegen besser für Viehzucht und Reisanbau als für Weizenfelder und Olivenbäume, statt Pasta isst manpolenta (Maismehlbrei) oder Reisgerichte.

Pizza und Spaghetti

Für viele besteht italienisches Essen nur auspizza (Pastete), im 18. Jahrhundert in Neapel erfunden, undspaghetti (dünner Faden). Spaghetti sind jedoch nur eine von einigen hundert Pasta-Arten - einer Masse aus sonnengetrocknetem Weizenmehl, Öl und Wasser (manchmal noch mit einem Ei oder Spinatpüree angereichert). Der Teig wird zu unterschiedlichen Formen geknetet: zu langen dünnen Stangen (spaghetti oderlinguine), zu kurzen Röhren (maccheroni oderrigatoni), zu flachen Bändern (fettucine odertagliatelle) und zu kleinen Teigtaschen, die mit Fleisch oder Käse gefüllt werden (ravioli oderagnelotti).

Die Saucen dazu sind so vielfältig wie die verschiedenen Pasta-Arten. Im Norden werden sie häufig mit Butter und Knoblauch angerichtet, im Süden mit Tomaten. Als im 16. Jahrhundert Tomaten aus der Neuen Welt in Westeuropa eingeführt wurden, zeigte Italien als erstes europäisches Land wirkliche Begeisterung für diepomodori (dengoldenen Apfel); heute werden dort mehr als 5 Millionen Tonnen Tomaten pro Jahr geerntet. Andere Gemüsesorten sindcarciofi (Artischocken),peperoni undpiselli (junge Erbsen). Käse ist seit langem ein wichtiges Nahrungsmittel. Das antike Rom stellte mindestens dreizehn verschiedene Arten Käse her, heute produziert Italien Hunderte weltberühmter Käsesorten. Einige der bekanntesten sind derGorgonzola, ein Blauschimmelkäse, der mildeBel Paese und der hartePecorino, ein römischer Käse, der oft zum Kochen verwendet wird, sowie derParmigiano (Parmesankäse).

Italien ist ausserdem berühmt für Räucherfleisch und -wurst, so für Parmaschinken (prosciutto) und Mortadella, eine Bologneser Wurst aus stark gewürztem Schweinefleisch in einer Speckhülle. Frischfleisch wird entwederalla griglia (gegrillt oder auf Holzkohle geröstet) serviert, sonstarrosto (gebraten) oder in verschiedenen Sossen geschmort.Abbacchio (Lamm) erfreut sich im Frühjahr besonderer Beliebtheit, gegrillt oder gebraten, mit Knoblauch und Rosmarin gewürzt. Auch Kaninchenbraten wird gern gegessen und auf die verschiedensten Arten zubereitet - vom sizilianischenagrodolce (süsssauer), mit Zucker, Essig, Rosinen und Pistazien geschmort, bis zu Rezepten des Nordens mit Rotwein, Rosmarin oder Tomaten.

Italiener schätzen darüber hinaus alle Arten von Fisch, vonpesce spada (Schwertfisch) bis zucalamari (Tintenfisch). Gerichte wiefritto misto di mare (Bratfisch und Krebse) oderzuppa di pesce (Fisch in Tomatensosse) werden mit vielen verschiedenen Fischsorten zubereitet. In jüngster Zeit sind Krebstiere durch die Verschmutzung des Mittelmeers weniger verlockend, obwohl Krebse zu vielen traditionellen Gerichten hinzugehören. Besonders beliebt sind die kleinen Muscheln, die in ganz Italien an Suppen und Sossen gegeben werden und die unterschiedlichsten Bezeichnungen haben:vongole in Rom,capperozzoli in Venedig,arselle in Genua,telline in Florenz.

Espresso und Eis - weltweit beliebt

Bei den zahlreichen berühmten Weinen Italiens, etwa dem Chianti oder dem Frascati, sind - wie auch beim Essen - ausgeprägte regionale Unterschiede festzustellen. Weitere bekannte italienische Getränke, die inzwischen in der ganzen Welt getrunken werden, sind die starken Kaffeesortenespresso undcappuccino. Es gibt in Italien aber auch milderen Kaffee:caffe lungo (mit mehr Wasser),caffe macchiato (Espresso mit Milch), Espresso mit Zitrone oder Anis verfeinert undcaffe freddo, einen kalten säurehaltigen Kaffee.

Die bekannteste Süssspeise ist Eis (gelato). Häufig wird escon panna (mit Sahne) oderaffogato (in Whisky getränkt) serviert. Ein Dessert aus Sardinien,sebadas, wird aus lockeren, mit Käse gefüllten Ravioli gemacht, die gebraten und mit Wildhonig übergossen werden. Turin ist für seine gute Schokolade bekannt, besonders für diegianduiotti mit Haselnüssen. Eine andere traditionelle Süssspeise istBaci di Dama (Frauenküsse), eine Mischung aus Mandeln, Mehl, Butter, Zucker, Likör, Vanillezucker und Schokolade.

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