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2005 - Italien erwartet Spitzentropfen

Hitze und Regen hielten sich bisher die Waage: Weinbauern hoffen auf Super-Jahrgang

Was bei Italien-Touristen eher als launischer Sommer in die Geschichte eingehen wird, könnte sich für die Weinbauern im «Bel Paese» als einer der besten Jahrgänge der vergangenen Jahre erweisen. «2005 steht im Zeichen der Qualität, nicht der Quantität», brachten es jetzt Experten auf den Punkt. Grund: Hitze und Regen hielten sich in diesem Jahr so die Waage, dass jetzt aromatisch ausgeglichene, wohlgewachsene Trauben auf die Ernte warten. Und Weinkenner in aller Welt können sich schon auf herrlichen Soave, Pinot Grigio, Chianti und Nero d'Avola freuen. «Wenn das Wetter stabil und gut bleibt - so wie es vorhergesagt ist - dann wird das eine wunderbare Ernte», sagt Weinspezialist Carlo Ferrini.

Für die Spitzenqualität zeichneten vor allem die sonnenreichen Monate Juni und Juli verantwortlich, die ein übermässiges Wachsen der Beeren verhindert hätten, hiess es in einer Umfrage der Online-Zeitschrift «Wine News». Denn dank eines regnerischen Frühlings und starker Schneefälle im Winter hatten sich in der Erde ausreichend Wasservorräte angesammelt, die auch bei grösster Hitze die Trauben in bester Form erhielten. «Die Weinlese 2005 wird grossartig, vielleicht die beste der vergangenen zehn Jahre», spekulierten Medien zuletzt.

Mengenmässig würden wahrscheinlich um die 50 Millionen Hektoliter produziert, mindestens zehn Prozent weniger als im regenreichen und kühlen Sommer 2004. Der meiste Wein wird wahrscheinlich wieder in der Region Venetien hergestellt, gefolgt vom süditalienischen Apulien, der Emilia-Romagna und Sizilien, teilte der italienische Landwirtschaftsverband mit. Trotz der geringeren Menge «wird die Ernte uns Weine schenken, die als ein bemerkenswerter Jahrgang in Erinnerung bleiben werden», sagt Experte Paolo Bruni.

Jetzt könnte nur noch das Wetter einen Strich durch die Rechnung von Italiens Weinbauern machen. «Wenn es schön bleibt, dann werden wir bei den Weissweinen ein optimales Resultat erzielen. Aber für die Rotweine ist wirklich kein Platz mehr für Regen, da muss jetzt schon einen Monat lang die Sonne scheinen, sonst geht die Qualität am Ende verloren», hiess es. Freunde des guten Töpfchens made in Italy haben Grund zur Hoffnung auf einen Super-Jahrgang - «aber das letzte Wort hat wie so oft der Wetterbericht», kommentierten Medien.

www.stuttgarter-nachrichten.de 11.09.2005 dpa



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