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«Restaurant ist Visitenkarte»

Italiener gehen zum Essen gerne in ein Hotel

Zwei von drei Italienern – ganz genau sind es 67,8 Prozent – bevorzugen Hotels, die auch über ein Hotelrestaurant verfügen. Und rund 80 Prozent der Gäste eines Hotelrestaurants wünschen sich, dass auf der Speisekarte typische Gerichte aus der Region (69,8 Prozent ) beziehungsweise italienische Gerichte (79,3 Prozent) stehen. Nur 23,1 Prozent wollen ein Menü mit internationalen Gerichten.

Das hat eine Umfrage ergeben, die von der italienische Hotelvereinigung Federalberghi in Auftrag gegeben worden ist. Demzufolge entscheiden sich Italiener für ein Hotel auch deshalb, weil es über ein Restaurant verfügt. «Das Restaurant ist wie eine Visitenkarte,» interpretiert Bernabò Bocca, Präsident von Federalberghi, die Zahlen.

In der italienischen Hotellerie wird pro Jahr im Schnitt ein Umsatz von 29 Mrd. Euro erzielt, 30 Prozent davon werden in den Hotelrestaurants erwirtschaftet. 64,7 Prozent der italienischen Hotels – das sind zwei von drei – verfügen über mindestens ein hausinternes Restaurant.

In Zahlen ausgedrückt sind das 22.373 Häuser von insgesamt 34.598 Hotels in ganz Italien. Die meisten Hotels mit einem Restaurant, 3373, sind in Südtirol angesiedelt – 2278 befinden sich in der Provinz von Bozen und 1095 in der Provinz von Trento. Dicht gefolgt von der Emilia Romagna mit 3231 Hotels, die auch mindestens ein internes Restaurant haben.

Doch die Zahlen verführen zu einer falschen Schlussfolgerung. Im Süden von Italien ist es quasi die Regel, dass ein Hotel auch über mindestens ein Restaurant verfügt, im Norden kann davon nicht ausgegangen werden. Dennoch bestimmen viele grosse, namhafte Häuser ihren Ruf mehr und mehr nicht nur über die Qualität und den Standard ihrer Zimmer, sondern auch über ihre Küche. Das bestätigt auch der soeben neu aufgelegte Guida Michelin 2006. Der Trend bei neuen Häusern geht eindeutig zum Hotel mit Restaurant.

So hat beispielsweise die Familie Antinori, in Deutschland bestens bekannt durch ihre hervorragenden Weine, in der Toskana jüngst ein Hotel (Grand Hotel Tombolo) eröffnet, das seinen ausgezeichneten Ruf auch seinem hervorragenden Restaurant verdankt. Auch das «Grand Hotel de Milan» in Mailand oder das Hotel Four Seasons in der lombardischen Metropole, beide in der Luxusklasse angesiedelt, werden diesen Ansprüchen seit Jahren gerecht.

Deswegen sind die meisten Restaurants in Hotels nicht nur Hausgästen zugänglich, sondern auch für das Publikum geöffnet. Auch das ist ein Trend, der immer mehr Fuss fasst.

www.ahgz.de
Von Ingrid-Marion Sachsenmaier 17.12.2005




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