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Weinprobe Toskana

Die Weine «Sassicaia», «Tignanello» und «Il Pergole torte» stehen am Anfang der italienischen Weinrenaissance, die vor mehr als dreissig Jahren einsetzte. Mit diesen drei Gewächsen verbinden sich auch die Namen ihrer Erzeuger: Nicolò Incisa della Rocchetta, Piero Antinori und die Familie Manetti. Ihrem Wagemut und ihrer Experimentierfreudigkeit ist es zu verdanken, dass der toskanische Rotwein bis heute einen ausgezeichneten Ruf geniesst.

Das war nicht immer so: Ende der 60er Jahre schienen der italienische Wein und seine Weinkultur ausgedient zu haben. Altertümliche Maschinen, ausgelaugte Fässer und veraltete Kellertechnik liessen Weine ohne Bedeutung entstehen. Halbpacht und Landflucht schienen der Jahrtausende alten Kultur italienischen Weinbaus ein Ende zu setzen. Ab 1968 schlug dank dem Eigensinn dreier junger Italiener die Stunde der Wiedergeburt des Toskana-Weins: Der junge Marchese Piero Antinori, Spross des einst bedeutenden, seit 600 Jahren im Weinbau tätigen Florentiner Adelsgeschlechts, erfüllte sich seinen Traum von einem besonderen Wein aus Sangiovese-Trauben. Die authentische toskanische Rebe baute er gegen das italienische Weingesetz im kleinen französischen Eichenfass («barrique») aus und veränderte so den Wein in seinem Charakter. Seinem «Sangiovese» fügte er noch zwanzig Prozent der Edelrebe Cabernet Sauvignon bei und so feierte der Weinmarkt 1979 stürmisch den «Tignanello», den ersten sogenannten «Super Tuscan».

Auch sein Vetter, der Marchese Nicolò Incisa della Rocchetta, hatte durch den Verstoss gegen das Reinheitsgebot aus der Bordeaux-Traube Cabernet Sauvignon einen Wein gezogen, der wie der «Tignanello» die Weihen des «Super Tuscan» erhielt: den «Sassicaia». Beide Weine trugen aufgrund ihrer Herstellungsart lange Zeit das geringste Prädikat «Vino da Tavola» auf ihrem Etikett und wurden gerade dadurch zum besten und günstigsten Botschafter des italienischen Weinbaus in aller Welt.

Bei der Ortschaft Radda im Chianti fand die «Revolution im Eichenfass» ihre Entsprechung durch den ambitionierten Anarchismus des Stahlhändlers Sergio Manetti. Sein «Il Pergole torte» verdankt sich einer ausgeklügelten Lagerungsmethode in verschiedenen Fässern, auch dies ein Verstoss gegen das in Italien herrschende Weingesetz. Heute produzieren Sohn Martino Manetti und sein Schwiegersohn Klaus Reimitz diesen dritten «Super Tuscan».

Weinprobe begibt sich zusammen mit Christina Fischer auf die Spuren dieser «Revolution im Eichenfass», die der Weinwelt die «Super Tuscans» beschert hat.

Dokumentation von Alix François Meier und Thomas Schröder
ARTE/ZDF, Deutschland 2002, 26 Min.
www.arte-tv.com




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