Italien

Kunst

Kultur

Lifestyle

Kulinarisches

Wein

Grappa

news defusco.ch
Das Konsortium des Gallo Nero und seine Mitglieder

Die Berühmtheit des im Chianti Classico produzierten Weines ist so weitreichend und hat, wie alles was Beifall erntet, auf seinem Werdegang nicht wenig Nacheiferer vorgefunden, so dass Cosimo der Dritte sich gezwungen sah, in einer Ausschreibung die Grenzen des Chianti Classico zu bestimmen.

So stellt diese Ausschreibung das erste gesetzliche Dokument weltweit dar, das ein Weinanbaugebiet in der Form definierte. Aber das war nicht ausreichend; es wurde weiterhin falscher Chianti Classico hergestellt. Und so traf sich am 14.Mai 1924 eine Gruppe von Winzern des Chiantigiano in Radda in Chianti, um einen freiwilligen Organisation ins Leben zu rufen, der die eigene Produktion schützen und aufwerten sollte. Somit wurde das Konsortium zum Schutz des Chiantiweines und seines Markenzeichens gegründet. Im Laufe der Jahre hat sich der Name zur heutigen Gesellschaft Consorzio del Marchio Storico ( Konsortium der historischen Schutzmarke ) geändert, stets das Bild und Zeugniss der Markenqualität des Gallo Neros aufrechterhaltend.

Der schwarze Hahn, als Symbol, mit dem sich das gesamte Gebiet des Chianti Classico identifiziert, ist in seiner ursprünglichen Herkunftsgeschichte im Laufe der Zeit verloren gegangen. Der Legende nach stammt der Hahn er aus den Zeiten der grossen Rivalitäten zwischen Florenz und Siena des Mittelalters her.

Um den endlosen Konflikten zwischen Siena und Florenz ein Ende zu machen, entschieden die beiden Städte, zwei edle Ritter mit der endgültigen Festlegungung der territorialen Grenzen zu betrauen: im Morgengrauen von einem Hahn geweckt, sollten sie auf die gegnerische Stadt zureiten und dort, wo sie aufeinander träfen, wurde man die Grenze ziehen. Die Sieneser päppelten einen schönen weissen Hahn auf, der durch allzu reichliches Futter bald feist und schwer wurde; die Florentiner wählten ein schwarzes Hähnchen, das sie so kurz hielten, dass es dann am bewussten Morgen lang vor der Morgendämmerung hungrig krähte. Ergo machte sich der florentinische Ritter sehr früh auf den Weg und begegnete dem Sieneser erst ein Dutzend Kilometer vor Siena in Fonterutoli: damit fiel fast das gesamte Territorium des Chianti Classico unter die Herrschaft der Republik mit der Lilie im Banner.

Eine hübsche Legende, gewiss, tatsächlich aber verkörperte das Profil des Schwarzen Hahns das Emblem der historischen Chianti-Liga, die seit Beginn des 14. Jh. über diese Bezirke regierte und Vasari malte den schwarzen Hahn als Allegorie des Chianti Classico auf die Decke des Salone dei Cinquecento im florentinischen Palazzo Vecchio - so scheint nur billig, dass das Konsortium diese siebenhundert Jahre alte Schlüsselfigur zur symbolischen Garantie für die Qualität seiner Weine erkoren hat.

Der 1924 dreiunddreissig Mitglieder zählende Verband hat sich heute auf mehr als 600 erweitert (davon füllen 250 ihre Weine unter einem eigenen Etikett ab), die mehr als 80% der globalen Appellation Chianti Classico produzieren. Die Dimensionen reichen von Klein- und Mittelbetrieben über Genossenschaftskellereien bis zu Firmen von industriellem Niveau, für alle gilt der volle Respekt der vom Konsortium vorgegebenen Normen, an erster Stelle die Verpflichtung, den Chianti Classico Schwarzer Hahn ausschliesslich innerhalb der Produktionszone abzufüllen (was vom italienischen Weingesetz für keinen einzigen Wein vorgeschrieben ist), um effektive Kontrollen zu ermöglichen.

Copyright Consorzio del Marchio Storico Chianti Classico 1999



  • Abruzzen
  • Aostatal
  • Apulien
  • Basilikata
  • Emilia Romagna
  • Friaul
  • Kalabrien
  • Kampanien
  • Latium
  • Ligurien
  • Lombardei
  • Marken
  • Molise
  • Piemont
  • Sardinien
  • Sizilien
  • Toskana
  • Trentino
  • Umbrien
  • Venetien


  • Google
    Web defusco