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Vinitaly 2001 - Weinmesse oder Rummelplatz?

Noch nie war die Beschwerdenliste von Ausstellern und Besuchern so lang wie an der Vinitaly 2001: Die Verkehrsprobleme in Verona werden mit jedem Jahr unerträglicher, und die Qualität der Anwesenden nimmt im gleichen Tempo ab, wie ihre Zahl zunimmt. 135000 Besucher aus aller Welt, so frohlockten nach Abschluss der Messe die Veranstalter - nochmals zehn Prozent mehr als im vergangenen Jahr! Wer diese allerdings mit eigenen Augen gesehen hat, der weiss, dass nur ein verschwindend kleiner Teil aus aller Welt stammte.

Donnerstag und Freitag herrschte gute Stimmung. Die Anwesenden konnten in aller Ruhe und in guter Luft degustieren, Gespräche waren möglich, und auf den Gängen herrschte zumutbarer Betrieb. Doch am Samstag um die Mittagszeit änderte sich das Bild schlagartig. In Reisebussen wurden Weinfreunde aus ganz Norditalien herbeigekarrt, die in die Hallen strömten und die Stände belagerten. Die Aussteller hatten alle Hände voll zu tun, un bicchiere di vino rosso - ein Glas Rotwein - auszuschenken. In einigen Hallen sorgten Volksmusikgruppen für Stimmung, und abends liess sich das Messegelände vor allem durch das laute Gegröhle der Angetrunkenen ausmachen.

Es wäre sicher falsch, Weinamateuren den Zugang zur Vinitaly zu versagen. Im Gegenteil: Solch eine Messe ist ein wichtiger Ort der Begegnung zwischen Produzenten und Konsumenten. Den möglicherweise nicht immer qualifizierten Erstkontakt mit dem Qualitätswein, vor allem der jungen Besucher, dürfen die Produzenten als Grundsteinlegung für eine künftige, sachverständige Kundschaft verbuchen.

Was aber keinesfalls sein darf, ist die gnadenlose Vermischung von Volksfest und Fachmesse, wie sie Verona praktiziert. Wenn es nicht gelingt, diese beiden Typen von Veranstaltungen auseinanderzuhalten, werden sich vor allem die ausländischen Teilnehmer zurückziehen und sich auf die ProWein und die Vinexpo konzentrieren. Dies könnte sich bereits bei der nächsten Vinitaly bemerkbar machen.

Gleichwohl bleibt die Messe unersetzbar. Denn während die Grossen des italienischen Wein-Business der Vinitaly schadlos fernbleiben können, besteht für Hunderte kleiner und mittlerer Winzer keine andere Gelegenheit, mit Händlern, Gastronomen, Journalisten und ausländischen Weinfreunden in Kontakt zu treten. Dass auch die italienische Messekonkurrenz die prekäre Situation in Verona erkannt hat, beweist die Tatsache, dass Turin dieses Jahr eine eigene Weinmesse, den Salone del Vino veranstaltet. Garantiert nur für Produzenten und Fachpublikum.

vinum



Verona

Vier Jahreszeiten sind für Verona auch vier verschiedene Arten, mit dem diese Stadt eigenen Scharm die Gäste zu empfangen. Jeder Moment des Jahres ist geeignet, nach Verona zu kommen, um die Veroneser besser kennenzulernen, um zu dieser Stadt und zu diesem Land eine Verbindung aufzunehmen.

Der Frühling ist der große Auftakt der Saison - der immer wiederkehrenden, die das Leben Veronas um jene in- und ausländischen Gäste bereichert, durch die Stadt und Gardasee ihre völkerverbindende Prägung erhalten, nicht zuletzt auch durch die internationalen Messen.

Der Sommer bringt die weltbekannten Veranstaltungen wie die Opernfestspiele in der Arena ader die Abende im Römischen Theater mit Musik, Theater und Ballett; er bringt bedeutende internationale Ausstellungen sowie Musik und Theater in die Innenhöfe historischer Paläste, in Villen und Kreuzgänge der Kirchen in Stadt und Provinz. Der Sport kann in den Bergen, am Gardasee und in den Waterparks des Hinterlandes gefrönt werden.

Im Herbst gibt es Kongresse, locken Geschäftsabschlüsse in einer für internationale Begegnungen ideal gelegen Stadt; Ausflüge in die Provinz lassen bei Messen, Ausstellungen und lokalen Festen bodenständige Gerichte und Erzeugnisse entdecken.

Der Winter bietet geeignete Skigebiete im Bergland, einmal mehr geschäftliche Ziele und Kulturtourismus. Verona ist reich an Museen,- ja ist selbst ein einziges Freilichtmuseum mit seinen Kunstschätzen, die von römischer Zeit bis in unsere Tage reichen, wo viele verschiedene Baustile glücklich nebeneinander weiterleben.

Verona, in aller Einfachheit, ist das und noch mehr. Seine natürlichen und baulichen Schönheiten wollen nur entdeckt werden. Gleich darauf folgt die Liebe zu dieser Stadt, das ist unvermeidlich. So wird jedes herzlich willkommen zu einem sicheren auf Wiedersehen.



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